Nachhilfe Badelt in Hamm-Rhynern
www.Nachhilfe-Rhynern.de   Kosten (www.bezahlbare-Nachhilfe.de)   Beratung   Dipl.-Ing. M. Badelt   Wegbeschreibung   Tel.(02385)69188





Hilfe (für Kinder und Eltern) bei Problemen im Schulalltag
Wie sollte ein Nachhilfelehrer reagieren, wenn beispielsweise ein Kind im Unterricht anfängt zu weinen, nur weil mal kurz über den Stress in der Schule gesprochen wird? Um in Zukunft besser vorbereitet zu sein, habe ich einige Informationen zusammengetragen, von denen ich die Wichtigsten (für Kinder und Eltern) auf dieser Seite veröffentliche. Diese Seite wurde zum Teil aus Zitaten zusammengestellt, um das Rad nicht immer neu zu erfinden. Die Quellenangabe befindet sich jeweils direkt hinter dem zitierten Absatz.





1. Schulstress, Versagensangst, Leistungsdruck
Angst und Leistungsdruck...
Schulstress ist häufigster Selbstmordauslöser
Erkennen einer Überforderung
Maßnahmen gegen Versagensangst
Dennoch fordern?


2. Mobbing
Was ist Mobbing?
Woran ist Mobbing zu erkennen
Verhaltensweisen, die Gewalt begünstigen
Verhaltensweisen, die der Gewalt entgegenwirken


3. Krankheiten, ADS, Legasthenie, Dyskalkulie
(Thema folgt)


4. Gesprächspartner
Beratungsstellen






1.1 Angst und Leistungsdruck sind kein Ansporn 
(für gute Schulleistungen)
Zitat eines Mädchens aus einem Internetforum, geschrieben am 14.11.08: ....Mein Selbstvertrauen ist schon mehr als im Minus, denn wie man es macht, man macht es falsch. Und ich bin leider nun auch so eingestellt: "Warum soll ich denn noch was machen, wenn ich es eh nicht richtig machen kann" (Resignation ist typisch: Leistungen, die keine Anerkennung finden, sind sinnlos) Ich bin sehr ergeizig und arbeite gerne, besonders wenn auch mal ein Lob kommt. Aber sowas gibt es nicht mehr. (hier erkennt man, dass Anerkennung den Teufelskreis unterbrechen könnte) Jetzt nehme ich einfach nix mehr auf, konzentrieren kann ich mich auch nicht mehr, sitze eigendlich die meiste Zeit vorm Pc, träume und hoffe, die Zeit geht schnell vorbei. Wenn das so weiter geht, pack ich diese Ausbildung nicht mehr smilie  Ist das noch gerecht? =(  Es würde bestimmt helfen, über das ganze mit einer Freundin zu sprechen. Leider aber bräuchte ich dafür erstmal eine =(. Nur mein Pony ist (noch) da und da habe ich auch Stress, dass er bei mir bleiben kann. Ich hatte (oft....) das Verlangen, zu gehen. Raus aus diesem (Klassen-) Raum .... Am liebsten zu meinem Pferd wo ich meinen Tränen hätte freien Lauf lassen können, der mich verstanden hätte....(typisches Verhalten: Betroffene können oder wollen sich niemandem anvertrauen)
(Quelle: https://www.bke-beratung.de; Die Kommentare habe ich selbst dazwischengesetzt)


Es ist entscheidend, dass Kinder in der Familie die nötige Unterstützung erhalten und auch motiviert werden - vor allem dann, wenn es Probleme gibt. Kritisch ist es, wenn Erwachsene die Schüler einzig mit hohem Druck und Zwang zu besseren Leistungen und Erfolg anspornen wollen. Kinder und Jugendliche müssen das Gefühl haben, dass sie auch Fehler machen und Schwächen haben dürfen - und dass sie dann Hilfe bekommen, anstatt bestraft zu werden.
Wichtig ist, dass du deinen Eltern schlechte schulische Leistungen nicht verschweigst
, sondern darüber redest. Erkläre ihnen, wo deine Probleme liegen. Vielleicht können sie dir helfen, oder ihr überlegt gemeinsam, was zu tun ist. Du darfst auf keinen Fall den Mut verlieren.... Viele überforderte Schüler verlieren mehr und mehr die Lust und lernen in ihren "Problem-Fächern" irgendwann überhaupt nichts mehr....
Fühlst du dich von deinen Eltern stark unter Druck gesetzt, kommst du mit bestimmten Lehrern überhaupt nicht klar oder hast du sonstige Schulprobleme und weißt einfach nicht mehr weiter? Dann solltest du Hilfe suchen und mit jemandem darüber sprechen. Wenn es keine Person deines Vertrauens in deiner Familie oder dem Bekanntenkreis gibt, kannst du dich auch an Beratungsstellen wenden.
(Quelle: http://www.helles-koepfchen.de/zeugnisstress_angst_vor_dem_schulzeugnis.html)




1.2 Schulstress ist häufigster Selbstmordauslöser; Mädchen zwischen 13 und 14 am gefährdetsten
Täglich begeht ein Kind in Deutschland Selbstmord. Bei Kindern ab 13 Jahren ist der Suizid die zweithäufigste Todesursache. Trotz dieser Dringlichkeit ist das Thema ein gesellschaftliche Tabu!
(Quelle: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/ard/sendung/66533/index.html)
Warum Heranwachsende Suizidversuche unternehmen, hat eine Studie an der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig zu ermitteln versucht. Ursachen waren vor allem Entwicklungs- und Belastungsstörungen, Versagensängste sowie Überforderung in Zusammenhang mit der Schule. Liebeskummer als Auslöser spielte nur eine untergeordnete Rolle.....Deutlich waren die Überzahl der Mädchen unter den Betroffenen sowie bei beiden Geschlechtern die Konzentration auf die 13- bis 14-Jährigen. Den Weg in den Tod wollten die Kinder, die in der Klink gerettet werden konnten, vor allem mit Hilfe von Tabletten gehen.
(Quelle: http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/psyche/04_08_suizid.php)
Häufig ist die beginnende Pubertät der Auslöser, der für verängstigte Kinder das Fass zum Überlaufen bringt.
Viele Kinder verlieren jedes Jahr ihr Leben durch Selbstmord, weil die Eltern nicht verstehen, was die Kinder ihnen nicht sagen können.




1.3 Erkennen einer Überforderung des Kindes
Zu den Anzeichen gehören psychosomatische Probleme wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Appetitlosigkeit aber auch gesteigerte. Im schlimmsten Fall entwickeln sich Depressionen oder eine generelle Schulangst, die bis zur Schulverweigerung führen kann.
(Quelle: Dr. Emil Branik, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Asklepios Klinik Harburg in Hamburg)
Schulstress macht Kopfschmerzen - das ist ein erstes Ergebnis einer Studie der Universität Göttingen, an der sich mehr als 5.000 Familien beteiligt haben (Quelle: http://www.bioblatt.de/hintergrund/191104schulstress.shtml)
Auch Schlechtere Noten können ein erstes Warnzeichen sein. Weitere Warnzeichen sind auch, wenn das Kind plötzlich Hobbys oder Freunde vernachlässigt, oder Hausaufgaben liegen lässt oder vor sich her schiebt. Auf Vorwürfe oder dramatisiertes Verhalten soll eher verzichtet werden, damit ist dem Kind wenig geholfen. Am besten findet man durch intensive, offene Gespräche mit dem Kind heraus, was es bewegt. Es soll dabei aber nicht das Gefühl bekommen, nach jedem Schultag „ausgequetscht“ zu werden.
(Quelle: http://www.artikelmagazin.de/familie/hilfe-mein-kind-leidet-unter-schulstress.html)



1.4 Maßnahmen gegen Versagensangst (Ein Patentrezept gibt es leider nicht. Aber ich habe mir wirklich Mühe gegeben, viele sinnvolle Informationen aus Internet und Büchern zusammenzutragen)
Angst und Stress führen zu Lernblockaden (s. Frederic Vester, Denken lernen und vergessen, S. 74). Daher führen eine zu hohe Erwartungshaltung an das Kind sowie der Aufbau von zu großem Leistungsdruck gerade zum Gegenteil des Beabsichtigten: Dem Kind wird das Lernen und Behalten erschwert, es muss um so mehr arbeiten, um das geforderte Ziel zu erreichen. Schlechte Leistungen führen dann oft zu noch höherem Druck und somit trotz gesteigerter Mühe des Kindes zu noch geringerem Lernerfolg.

Auswege aus diesem Teufelskreis sind:

- loben statt strafen (denn Druck reduziert Lernfähigkeit und Lob fördert Lernfreude)
Kinder brauchen ein Lob, wenn sie gute Leistungen erbracht haben, um Freude am Lernen zu bekommen. Das Gehirn entscheidet in seiner Aufnahmebereitschaft zwischen lernen wollen und lernen müssen. Das Kind kann nichts dazu, wenn Lernen unter Zwang zu Misserfolgen führt, denn die Lernfähigkeit wird durch Stresshormone reduziert. Mit Freude erlerntes wird nachweislich besser behalten.
- keine Strafe für schlechte Noten 
Um Schulstress/ Schulangst (und somit Lernblockaden) abzubauen, müssen Kinder sich darauf verlassen können, dass sie für schlechte Noten nicht von den Eltern bestraft werden. Statt zu bestrafen sollte nach einer schlechten Klassenarbeit das Kind getröstet und gemeinsam mit ihm beraten werden, wie der Erfolg verbessert werden könnte. Beispielsweise könnte mit dem Kind (oder vom Kind allein) ein Lernplan/ Wochenplan aufgestellt werden, der einzuhalten ist.
- keine Belohnung für gute Noten
Natürlich ist Belohnung für gute Noten erlaubt. Aber die Eltern sollten wissen: Es bringt nachweislich nichts für den schulischen Erfolg (weiß leider den Link zu dieser Studie nicht mehr). Die Kinder können nichts dafür, welche Note der Lehrer ihnen gibt. Es lässt sich nur sehr indirekt beeinflussen. Belohnt werden sollten daher  beeinflussbare Leistungen, wie: Ein Lob des Lehrers für Mitarbeit; ein gehaltenes Referat; fleißiges Verhalten bei den Hausaufgaben; gut gelernte Vokabeln u.s.w.... Derartiges Belohnen lässt tatsächlich die Leistungen steigen.
- Pausen sind wichtig für den Lernerfolg
Eltern sollten von Anfang an für ein ausgewogenes Verhältnis von Schule, dem Erledigen von Hausaufgaben und Freizeit sorgen, riet die Nürnberger Schulpsychologin Agnes Böhme-Höring in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Gerade Eltern von Gymnasiasten machen oft den Fehler, ihre Kinder zu viel und zu lange und ohne Pause lernen zu lassen“, sagte die Expertin. Dies bewirke oft das Gegenteil und schade dem Kind......„Selbst das wachste Gehirn kann nicht länger als drei Stunden wachsam sein“, gab sie zu bedenken. Andernfalls bestehe die Gefahr des Überlernens: „Sonst geht das, was man Anfang gelernt wurde, wieder verloren.“ Auch Pausen gehörten daher zum erfolgreichen Lernen.  (Quelle: http://www.focus.de/schule/familie/schule/schule_aid_115050.html)
- Eltern brauchen mehr Gelassenheit
Mit Blick auf den wachsenden Leistungsdruck in höheren Klassenstufen forderte die Schulpsychologin Böhme-Höring Eltern zu mehr Gelassenheit auf: „Viele Eltern müssen sich offen die Frage stellen, ob sie den Druck auf ihre Kinder nicht noch selber verstärken.“ Stattdessen sollten sie ihre Kinder Gelassenheit und Zuversicht spüren lassen. Nur so würden diese wieder frei für ein unverkrampftes Lernen.
(Quelle: http://www.focus.de/schule/familie/schule/schule_aid_115050.html)
- Anstrengungen und Fleiß des Kindes bewerten, nicht Noten bewerten
Völlig ohne Druck wird sicherlich kein Kind den Weg zum Abitur finden. So wie wir Erwachsenen unsere Arbeitszeiten kennen, so muss auch das Kind seine Schulpflicht kennen und seine Lernzeiten einhalten. Zu den Pflichten eines Kindes gehören zwar Pünktlichkeit, Ordnung und vor allem Fleiß und regelmäßiges Lernen, nicht aber gute Noten. Kritisch ist das Bestrafen schlechter Noten gerade deshalb, weil Kinder durch Stress oder Schulangst oft trotz größten Fleißes und großen Ehrgeizes schlechte Noten erzielen. Strafen für schlechte Noten verschlimmern genau diese Situation. Sinnvoll dagegen ist es, das Kind (auch nach schlechten Klausuren) für seine Anstrengungen wie z.B. besonders fleißiges Lernen zu loben. Das muntert auf und verbessert Lernerfolge. Zudem gibt es dem Kind die Chance, es endlich wieder selbst in der Hand zu haben, ob es Anerkennung findet oder nicht. Kinder sind verzweifelt und verängstigt, wenn nach harter Anstrengung die Note nicht stimmt. Eltern müssen dann Mut machen, anstatt diese Verzweiflung zu verstärken. Das Ringen nach Anerkennung über das Glücksspiel "Note" führt zur Hilfslosigkeit, Depression und schließlich zur Resignation.
- Vereinssport fördert Ausgeglichenheit
Das Verbieten einer regelmäßigen sportlichen Freizeitbeschäftigung wie z.B. wöchentliches Fußballspielen oder Reiten ist äußerst ungünstig als Strafe, weil eine solche Ablenkung dringend zur Entspannung benötigt wird. Ein Verbot ausgleichender Tätigkeiten kann zum völligen Schulversagen des Kindes führen.
- Nachhilfeunterricht kann entlasten oder auch belasten
Als freiberuflicher Mathematikdozent und Nachhilfelehrer für Schüler und Studenten erfahre ich immer wieder, dass der Nachhilfeunterricht von vielen Schülern als Entlastung empfunden wird. Was im intensiven Nachhilfeunterricht in 60 Minuten erarbeitet wird, dauert im Selbststudium dreimal so lange. (Einigen Oberstufenschülern ist diese Zeitersparnis sogar so wichtig, dass sie den Unterricht aus eigener Tasche bezahlen). Auch kommt Nachhilfeunterricht dem Wunsch nach fördern statt fordern entgegen, da statt Druck zu erzeugen Verständnis gezeigt und geholfen wird. Problematisch wird es jedoch, wenn der Nachhilfeunterricht einen zu großen Raum im Leben des Schülers einnimmt. Daher erteile ich ungern mehrere Stunden Nachhilfe pro Woche, wenn es sich nicht gerade um die Schlussphase in einer Abschlussklasse handelt.
- Miteinander reden
Grundsätzlich sollten Eltern und Kinder viel mehr miteinander reden. Auch über Tabuthemen. Möglicherweise findet sich am Wochenende Zeit, um gemeinsam mit dem Kind über die hier genannten Punkte zu sprechen. Das schafft gegenseitiges Vertrauen und besseres Verständnis für die Situation des anderen.


1.5 Dennoch fordern?
Trotz aller Angst vor Überforderung: Wann ist Fordern und Abverlangen von Leistung sinnvoll? Viele Lehrer raten den Eltern, einen festen Wochenplan mit fixen Zeiten aufzustellen. Darin haben Sportverein und Erholungspausen genau so viel Platz, wie Hausaufgaben bzw. Übungsphasen. Stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen solchen Wochenplan auf. Dabei sollte beachtet werden, dass mit diesem Plan eine 40-Stunden-Woche nicht überschritten wird. Diese ist nämlich mit täglichen Fahrzeiten (Busfahrt), Hausaufgaben, Lernen, Nachhilfe und Klavierunterricht schnell erreicht.

Ein Wochenplan gibt dem Kind zu gegebener Zeit ein Anrecht auf seine eingetragenen Pausen. Das verhindert Überforderung. Ebenso haben Eltern ein Anrecht darauf, zu gegebenen Zeiten Leistung zu erwarten. Der Wochenplan muss GEMEINSAM erstellt werden, um spätere Streitigkeiten und Diskussionen zu vermeiden. Wichtig sind Konsequenz und Einhaltung von Absprachen. Auf beiden Seiten. Wie in allen Bereichen der Erziehung sollte ein Minimum von notwendigen und vom Kind nachvollziehbaren Regeln/Verboten mit einem Maximum an Konsequenz eingehalten werden.
Es zeigt sich immer wieder: Eltern, die viel Zeit aktiv mit ihren Kindern gemeinsam verbringen, werden das Bestmögliche erreichen und nichts falsch machen. Dennoch müssen alle wissen: Ein Wechsel vom Gymnasium zur Realschule ist kein Weltuntergang.



2. Mobbing

2.1 Was ist Mobbing?
- Mobbing ist eine dauerhafte und intensive Form aggressiven Verhaltens
- Mobbing wirkt sich auf die ganze Klasse aus, auch auf scheinbar unbeteiligte:
        - Man hält Beschimfpungen für normal.
        - Mobbing schafft Angst: Man sieht weg, weil
                - es einen selbst treffen kann
                - weil man aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen werden könnte.
- Es gibt MobberInnen, die selbst Opfer ihres Verhaltens werden: Sie stehen unter Druck sich stets was neues einfallen lassen zu müssen. Sie haben Angst, dass sonst andere so handeln könnten, wie sie.
- Mobbing kann verdeckter ausgeübt werden, als andere Gewaltformen.
- Nicht um Mobbing handelt es sich, wenn beispielsweise eine Schülerin, die in der Klasse ansonsten beliebt ist, stets von allen wegen ihrer Frisur gehänselt wird, aber sonst keine Ausgrenzung erfährt.

(Informationen aus: Wolfgang Kindler, Gegen Mobbing und Gewalt, 1. Auflage 2002)


2.2 Woran ist Mobbing zu erkennen?
Anzeichen dafür, dass Ihr Kind gemobbt wird, gibt es viele. Einige ziehen sich stark zurück, andere werden depressiv. Viele wollen auch nicht mehr von der Schule erzählen. Treten Konzentrationsmängel, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder chronische Krankheiten (wie z.B. dauerhafte Stress-Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen) auf, so ist das Mobbing meistens schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Bei jedem Kind sind diese Anzeichen unterschiedlich und man kann sie auch immer anders deuten. Psychosomatische Reaktionen müssen nicht unbedingt durch Mobbing hervorgerufen worden sein, sondern können auch auf andere Probleme zurückgehen. Allerdings ist ein Anzeichen für Mobbing bei jedem Kind gleich: Angst vor der Schule.

Damit Sie Ihrem Kind überhaupt helfen können, ist es sehr wichtig, den Mobbing-Prozess rechtzeitig zu erkennen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Kind!
(Quelle: www.schueler-gegen-mobbing.de)


2.3 Verhaltensweisen, die Gewalt begünstigen
- wenn es in der Klasse Cliquen und wenig Zusammenhalt gibt
- wenn es Anführer gibt, mit denen es sich niemand verderben will
- wenn Anbiederung an die Täter wichtiger ist, als die Solidarität mit dem Opfer
- wenn die Klasse ihre Lehrer nicht achtet und sie in Konfliktsituationen nicht als Gesprächspartner sieht
(Quelle: Wolfgang Kindler, Gegen Mobbing und Gewalt, 1. Auflage 2002)


2.4 Verhaltensweisen, die der Gewalt entgegenwirken
- sich vor das Opfer stellen und den Mobbern klarmachen, dass Mobbing in der Klasse stört
- Verbündete unter den MitschülerInnen suchen, um mit ihnen gemeinsam gegen das Mobbing vorzugehen
- mit einem Lehrer, dem man vertraut, darüber reden, dass in der Klasse ein(e) SchülerIn gemobbt wird und ihn um Hilfe bitten
- mit den Eltern über die Situation in der Klasse sprechen
- in der Verfügungssstunde die Vorgänge offen zur Sprache bringen, ohne dabei einzelne anzugreifen

präventiv:
- Aufklärung: über das Thema Mobbing mit der Klasse sprechen. Am besten an authentischen Beispielen.
- Das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse stärken
- Klassenregeln (zum Umgang miteinenader) verabreden und konsequent einhalten. Nichts unmögliches verlangen, wie: Jeder soll immer höflich und pünktlich sein.

(Quelle: Wolfgang Kindler, Gegen Mobbing und Gewalt, 1. Auflage 2002)








4. Gesprächspartner:

Falls es irgendwie möglich ist, sollten sich Kinder zuerst den eigenen Eltern anvertrauen und mit ihnen über ihre Probleme reden. Manchmal ist aber gerade das besonders schwierig oder hilft nicht weiter, weil die Eltern die Probleme des Kindes unterschätzen: "Sei froh, dass Du noch nicht erwachsen bist, dann wüsstest Du, was arbeiten heißt" oder "Wenn Deine Klassenkameraden Dich ärgern, dann ärger sie halt zurück"

Für Probleme in der Schule (wie z.B. Mobbing oder Versagensangst) sind auch Lehrer gute Ansprechpartner.

Gut zuhören kann in der Regel die beste Freundin/ der beste Freund. Leider können die aber kaum Tipps geben, da sie nicht pädagogisch geschult sind.

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weitere Gesprächspartner:

Das Kinder- und Jugendtelefon: 0800 -111 0 333 Deutschlandweit kostenlos, Mo bis Fr von 15 bis 19 Uhr. Rufnummer erscheint nicht auf der Telefonabrechnung. Die "Nummer gegen Kummer" für Kinder und Jugendliche, um anonym über Sorgen und Nöte zu sprechen.


Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder
Elchstr. 11
59071 Hamm
Telefon: (0 23 81) 98 35 03
Telefax: (0 23 81) 98 35 05
Träger: Stadt Hamm

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche
Marienstr. 1
59067 Hamm
Telefon: (0 23 81) 14 42 40
Träger: Caritas

Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder
Unnaer Str. 24
59457 Werl
Telefon: (0 29 22) 50 49
Träger: Caritas